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Alkohol in Kosmetika

Juli 01, 2018

Alkohol in Kosmetika

Am Alkohol in Kosmetika scheiden sich die Geister; viele beklagen die austrocknenden Eigenschaften. Doch wofür benutzt man Alkohol eigentlich in der Kosmetik und was ist der Unterschied zwischen den verwendeten Alkoholtypen? Ist der Alkohol in Naturkosmetik ein anderer als in konventioneller Kosmetik?

Pro

In den meisten Kosmetika ist Alkohol enthalten - zum einen desinfiziert er und tötet Bakterien ab, was die Haltbarkeit und Stabilisierung der Produkte unterstützt. Zum anderen hilft er Fette zu lösen und ist manchmal notwendig, da einige Pflanzenwirkstoffe nicht wasserlöslich sind. Alkohol gewährleistet, dass die wertwollen Pflanzenstoffe auch wirken können. Außerdem erfolgt so eine gleichmäßigere Verteilung der Emulsion. Er wirkt auch entzündungshemmend auf der Haut.

Contra

Zu viel und vor allem schlechter Alkohol trocknet die Haut aus und kann irritieren. In konventioneller Kosmetik wird meist Alkohol verwendet, der auch in Spirituosen enthalten ist. Da dieser als Trinkalkohol versteuert würde, wird dieser Alkohol in der Kosmetik vergällt, das heißt durch Hinzufügen von Hilfsstoffen ungenießbar gemacht. Das macht ihn natürlich nicht verträglicher für die Haut. Meist werden Phtalate, also künstliche Weichmacher verwendet. Diese wirken auf das Hormonsystem und gelten als fortpflanzungsgefährdend.

Die „Schlechten“

Wie bereits erwähnt: die “schlechten” Alkohole in der Kosmetik sind jene, denen ein synthetisches Vergällungsmittel zugesetzt wurde. Dies nennt man auch Denaturierung des Alkohols.

Auf der INCI-Liste findet man folgende Bezeichnungen dafür:

  • Alcohol denat.
  • Ethanol
  • Ethyl Alcohol
  • Methanol
  • Isopropyl Alcohol

Die „Guten

Dies sind unter anderem die so genannten Fettalkohole, die als Verdicker eingesetzt werden und viel sanfter zu der Haut sind, sogar pflegen. Fettalkohole werden aus vorkommenden Fettsäuren einer Pflanze gewonnen und stammen oftmals z.B. aus Kokosnuss- oder Palmkernöl. „Gute“ Alkohole sind auch natürlicher Bestandteil der ätherischen Öle (Benzyl Alcohol), die nicht extra beigemischt werden. Manchmal wird auch Bio-Trinkalkohol bzw. Weingeist in der Naturkosmetik verwendet, der nicht vergällt ist und allgemein hautschonender ist als der vergällte. Leider wird dieser dann auch als Ethanol oder Ethyl Alkohol bezeichnet und man muss dem Hersteller vertrauen. Generell werden nur die „guten“ Alkohole in der Naturkosmetik verwendet.

 Auf der INCI-Liste findet man folgende Bezeichnungen dafür:

Fettalkohole

  • Cetearyl Alcohol
  • Cetylalkohol
  • Stearyl Alcohol
  • Behenyl Alcohol
  • Myristyl Alcohol

Bestandteil ätherischer Öle:

  • Benzyl Alcohol: pflegend, duftet angenehm - kann auch irritierend wirkend und sollte in hohen Mengen vermieden werden

Man erkennt anhand der INCI-Liste leider nicht, wie hoch der Anteil des Alkohols genau ist, allerdings kann man sich an der Reihenfolge der aufgelisteten Inhaltsstoffe orientieren.