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Der Einfluss des Darms auf die Haut

Juni 07, 2018

Der Einfluss des Darms auf die Haut

Es gibt viele Informationen zum Thema Darmgesundheit und dennoch habe ich das Gefühl, dass nicht genug darüber gesprochen wird. Probleme mit der Verdauung werden oft nicht ganz ernst genommen oder auf verschiedenste Ursachen zurückgeführt – und schnell greift man dann zu Abführmittel und Co.

In anderen Teilen der Welt, z.B. in Asien, ist die Darmgesundheit viel stärker im Bewusstsein verankert und gilt als wichtiger Eckpfeiler des Wohlbefindens.

An dieser Stelle Danke für das Buch „Darm mit Charme“ von Giulia Enders, das großen Anklang gefunden hat und uns etwas mehr aufgeklärt. Denn: ein großer Teil der Gesundheit hängt von einem gesunden Darm ab. Von hormonellen Problemen über Allergien, Autoimmunerkrankungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, psychischen Erkrankungen bis hin zu Krebs – eine ungesunde Darmflora ist oft daran beteiligt. Auch der Zusammenhang von ungesunder Darmflora und Übergewicht wird erforscht

  • Der Darm wird als enterisches Nervensystem bezeichnet („Gehirn des Darms“) – hier sitzen über 100 Mio. Nervenzellen
  • Ca. 70% aller Immunzellen befinden sich im Darm und sind zuständig für die köpereigene Abwehr
  • Der Darm (bestehend aus Dünndarm und Dickdarm) ist bis zu 8m lang.

So gesehen ist es folgerichtig, dass ein gesunder Darm auch die Basis für eine gesunde Haut ist. Man kann die Darmschleimwand als eine Art Verlängerung der Haut sehen – wenn diese z.B. entzündet oder die Darmflora nicht in Balance ist, zeigt sich das oft auch ziemlich schnell auf der Haut. Wenn man Hautpflege ganzheitlich betrachtet, gehört also das Thema Darm mit dazu. Auch die beste Hautpflege kann langfristig nicht helfen, wenn die Darmflora nicht in Ordnung ist. Entzündliche Hautprobleme, wie z.B. Ekzeme, Neurodermitis oder Psoriasis, werden ebenfalls durch eine schlechte Verdauung begünstigt.


Doch wie bringe ich den Darm wieder in Balance?

Bei starken oder chronischen Problemen sollte man sich zunächst von einem Arzt oder einem Heilpraktiker des Vertrauens beraten und auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien testen lassen. Während bei Allergien das körpereigene Immunsystem eine Rolle spielt, haben Intoleranzen andere Ursachen. Einige Menschen vertragen z.B. bestimmet Lebensmittel wie Brot, Käse oder Äpfel nicht gut. Hier kann man zunächst auch selbst testen, ob es einem besser geht, wenn man bestimmte Lebensmittel weglässt. Möglich ist auch ein Stuhltest, bei dem die Darmflora genauer untersucht wird

Generell sollte man dem Darm zuliebe häufig präbiotische und probiotische Nahrungsmittel zu sich nehmen. Präbiotika sind Ballaststoffe, die wir nicht verdauen können, die aber als Nahrungsquelle für die guten Darmbakterien dienen, damit sie sich vermehren können.

Viele präbiotische Ballaststoffe findet man z.B. in:

  • Chicoree
  • Bananen
  • Artischocken
  • Pastinaken
  • Zwiebeln
  • Lauch

Beispiele probiotischer Nahrungsmittel (fermentierte Produkte):

  • Sauerkraut
  • Kimchi
  • Miso

Zu empfehlen ist auch, auf Nahrungsmittel, die den Darm reizen (Zucker, stark verarbeitete Kohlenhydrate und Nahrungsmittel, Produkte mit Gluten, Milchprodukte) zumindest eine zeitlang zu verzichten. Zusätzlich kann man ein gutes Probiotikapräperat verwenden, um die Anzahl der natürlich vorkommenden Darmbakterien zu stärken. Ich kann z.B. die Marke „Omni-Biotik“ oder „Nutrimmun“ sehr empfehlen.

In guten Präperaten sind bereits Präbiotika vorhanden (diese nennen sich dann häufig Inulin, Oligofruktose, Maisdextrin). Sie liefern den Darmbakterien Energie um aktiv zu sein. Nur ein gesunder Darm kann alle Nährstoffe aus der Nahrung richtig aufnehmen – im weiteren Sinne hat dies auch einen Effekt auf die Hautalterung.


Wichtig ist, aufgeklärt zu sein und nicht jedem Trend zu folgen, wie z.B. völlig auf Gluten zu verzichten, obwohl man vielleicht gar kein Problem damit hat (ausgenommen sind natürlich Menschen, die an Zöliakie leiden). Viele reagieren sensitiv auf Gluten, da es ein ziemlich großes, komplexes Protein ist, welches der Körper selbst nicht verdauen kann. Gegen viele Proteine, die der Körper nicht verdauen kann, entwickelt er Allergene; auch die Verdauung wird erschwert und die Darmschleimhaut angegriffen etc. – und dann geht wieder der Kreislauf los, man bekommt Hautprobleme und Verdauungsbeschwerden. Manche haben jedoch keine oder nur wenig Probleme damit, da ihre „Mitte“ stark genug ist.


Generell gilt – es gibt keine „one fits all“-Lösungen. Man selbst ist doch oft sein bester Ratgeber. Man sollte auf seinen Körper (und seine Haut) hören.

Ich möchte erwähnen, dass ich weder Medizinerin noch Heilpraktikerin bin. Ich habe mich jedoch sehr intensiv mit dieser Thematik beschäftigt, eigene Erfahrungen gesammelt und viel herumexperimentiert (Kann Darmgesundheit ein Hobby sein?!).


Empfohlene Literatur:

Darm mit Charme von Giulia Enders

Die Heilung der Mitte - Georg Weidinger

Perfect Skin - Alexandra Soveral

Der Darm - Zentrum der Gesundheit - Katharina Sonnleitner